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Hallo ihr Lieben,
na, (er-)kennt Ihr mich noch?
Ja, richtig ich bin`s der Eik. Ich bin wohl der Glückspilz des Monats
geworden. Und das obwohl - oder gerade weil - es so schlecht um mich
stand. Nach einer traurigen Vorgeschichte bin ich mit meiner Gefährtin
Ronka im Dezember 2005 ins Tierheim gekommen. Ich war schon ziemlich
abgemagert, meine Schnauze war rundherum nur noch rohes Fleisch, und
auch meine Rute sah nicht wirklich gut aus. Im Tierheim hatte ich
große Probleme mit meiner Situation fertig zu werden und war sehr
nervös und unruhig,. Außerdem habe ich gleich alles angeknabbert und
zerbissen was mir unter die Nase kam...
Gravierend verschlimmert
hat sich mein Zustand, als meine Freundin Ronka schließlich vermittelt
wurde, und ich alleine im Zwinger sitzen blieb. Vor lauter Trauer,
Frust und Langeweile hab ich mir dann immer mehr meine Rute zerbissen.
Eines Tages hat sie so stark geblutet, dass mein Zwinger voller Blut
war. Da wurde ich dann zum Tierarzt gebracht. Zufällig war mein
zukünftiges Frauchen auch gerade dort. Und als der Doktor meinte meine
Rute müsse amputiert werden, wurde es meinem Frauchen wohl genauso
übel wie mir. Als ich die Narkose bekam, hab ich mich dann ganz fest
an sie gedrückt und mit ganz traurigen Augen ängstlich angeschaut. Sie
wartete, bis meine Operation vorbei war und ich mit dem
Tierheimexpress weggebracht wurde. Am nächsten Morgen stand sie dann
plötzlich wieder vor mir, als ich meinen Tierpfleger schon fast zur
Verzweiflung gebracht habe, da ich meinen Verband schon zweimal
abgemacht hatte. Da sie einen Termin mit der netten Schäferhündin
Nancy beim Tierarzt hatte, nahm sie mich kurzerhand wieder mit
dorthin. Der Doktor warnte nochmals, wie wichtig es sei, dass nichts
an meine frische Wunde kommt, und das ein Heilen im Tierheim wohl
nicht viel Aussicht auf Erfolg bei mir hat. Nun zerbrach man sich den
Kopf wohin man mich in Pflege geben könnte, bis meine Rute verheilt
ist. Keine Chance. Aber mich so da sitzen zu lassen, brachte mein
Frauchen nicht übers Herz und meinte, wenn ich mit ihren beiden Hunden
auskomme, nimmt sie mich in Pflege (für ein paar Tage). Natürlich hab
ich mich vorbildlich verhalten und mich von meiner besten Seite
gezeigt.
Nino fand ich gleich
ganz toll – auch er kannte ja das Tierheim. Und Blacky, na die hat
mich mal gleich zurechtgestutzt... aber dann hat sie bemerkt, dass ich
ein fescher junger Rüde bin und wir ganz toll zusammen rennen und
toben können. Ja, und so verging die Zeit. Anfangs war man sehr bemüht
einen neuen Besitzer für mich zu finden, denn drei so große Hunde –
das geht doch nicht... Aber ich hab mir die größte Mühe gegeben und
war nur lieb (bin ich natürlich immer noch!) und nach vielen Wochen
war dann klar, dass ich zur Familie gehöre und ganz sicher nicht mehr
weg muss. Meistens begleite ich mein Frauchen, ich darf sogar mit zur
Arbeit ins Reisebüro. Dort bekomme ich von den Mitarbeiterinnen auch
viele Schmuseeinheiten und Leckerchen. Am meisten mag ich es, wenn ich
dort mein Spielzeug suchen darf.
Nun habe ich schon acht Kilogramm zugenommen, meine Rute ist zwar
etwas kürzer, aber wieder ganz toll zugewachsen und auch meine
Schnauze sieht wieder super aus. In manchen Situationen bin ich noch
etwas nervös und unsicher, daran arbeiten wir noch. Ich hab schon
gelernt kurz alleine zu bleiben, und auch etwas länger wenn Blacky und
Nino dabei sind und mich beruhigen.
Also Ihr seht, manchmal ist die Not der Beginn vom Glück. Mein
Frauchen hat mich mit ihrem Rudel zu einem richtigen Glückspilz
gemacht, und dafür bin ich sehr sehr dankbar!
Wir freuen uns, dass Elke Leismann Eik in ihrem Rudel aufgenommen hat
und ihm somit ein schönes Zuhause gegeben hat. Herzliche Grüsse.
Das Tierheimteam Saarbrücken
Einen Bericht der
Saarbrücker Zeitung über Eik können Sie hier im pdf-Format nachlesen:
SZ-Bericht (3.2.2006) "Neues
Glück nach harten Zeiten?"
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