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Lisa kam im Jahr 2009 zu uns ins Tierheim, weil ihr Herrchen gestorben war. Da die treue Hündin noch ein paar Tage bei ihrem toten Herrchen wachte, bis man ihn und sie fand, trauerte sie eine ganze Zeit lang. Sie wollte nicht fressen, nicht aufstehen, geschweige denn spazieren gehen, sie starrte nur vor sich hin und reagierte recht teilnahmslos. Wir machten uns ziemliche Sorgen um die, wie sie damals zu uns kam, schwergewichtige Lisa.
Nach Wochen endlich war ihre Trauerphase vorbei und sie nahm auch andere Menschen wahr. Recht schnell hatten wir erkannt, daß die schwergewichtige Hündin einen alten Kreuzbandriss hatte, der aber laut Tierklinik operabel wäre. Wir entschlossen uns, sie operieren zu lassen, denn nur noch laufen lassen mit Schmerzen, wollten wir dem alten Mädchen nicht mehr zumuten. Die Op verlief vielversprechend, leider wurde das kranke Bein nach der Op zuviel belastet und musste nachoperiert werden. Wer weiß, dass alte Knochen eine andere Substanz als junge Knochen haben, kann vielleicht in etwa nachvollziehen, was dies nun nach sich zog. Lisa, die erst einmal einige Monate in der Tierklinik zubrachte, bis sie wieder auf dem Damm war, zeigte uns die Grenzen des medizinisch Machbaren auf. Der Heilungsverlauf verlief schleppend, dazu kam noch eine Gebärmuttervereiterung und eine Infektion durch wandernde Knochensplitterteilchen.
Im Juli 2010 zog sich Lisa immer mehr zurück und wollte nicht mehr aufstehen. Ihre Lebensqualität war auf ein Minimum reduziert, die Schmerztherapie war ausgereizt. Schweren Herzens beschlossen wir, unserer Lisa ein solches Leben zu ersparen. Sie wurde in den frühen Morgenstunden auf dem Tierheimgelände im Beisein ihr vertrauter Personen von ihrem Leiden erlöst.
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