Hallo, mein Name ist Pepper, ich bin ein acht Monate
junger Schnauzer-Mischling und möchte euch jetzt meine Geschichte erzählen:
Ich kam ins Saarbrücker Tierheim, mit der Begründung ich wäre zu
Hyperaktiv und nicht mehr zu bändigen. Im Tierheim tauften sie mich auf
den Namen "Pepper" und ich kam in einen Container, in dem eine
Heizung eingebaut war damit ich nicht friere. Im
Tierheim ging es mir gut ich bekam genug zu fressen und zu trinken. Jeden
Tag kümmerte sich jemand um mich, und Auslauf bekam ich auch. Doch ich
sehnte mich sehr nach einer festen Familie, die mich so nimmt, wie ich
bin.
Am
08.12.2003 ging ich wie immer mit irgendeiner Familie spazieren. Da
kamen mir zwei Mädchen entgegen, die mir auffielen. Ihre Eltern waren
auch dabei. Ich sprang die zwei Mädchen an,
und sie streichelten mich. Als ich nach einer halben Stunde zurück
kam standen die beiden Girls da, und es sah so aus als würden sie auf
mich warten. Und nach einigen Minuten kamen sie und gingen mit mir spazieren.
Nach dem Spaziergang kamen die beiden noch mit mir in den Container,
spielten und schmusten mit mir. Das war ein tolles Gefühl wieder so lieb
gehalten zu werden. Die große sagte zu mir:
"Wir werden dich bald adoptieren, bald gehörst du zu
unserer Familie."
Dann
war es soweit. Das Mädchen kam in den Container, nahm mich an die Leine,
und wir gingen ins Büro. Sie legten mir ein
neues Halsband um. Ich war so Happy, dass ich
ein neues Zuhause gefunden hatte. Dort angekommen war schon alles eingerichtet.
Ein riesiges Körbchen, Futternäpfe und massenweise Spielzeug
und Knochen und einiges mehr. Am Abend durfte ich sogar bei meinem
Frauchen Tamara im Bett schlafen. Es war so wunderbar. Sie knuddelte und
bürstete mich noch vor dem Schlafen. Jeden Abend kommt ihre Mutter
noch in ihr Zimmer, dann streichelt sie auch immer meinen Bauch.
Ab
dem nächsten Tag gingen wir täglich eine Stunde Spazieren. Ich lernte
viele andere Hunde kennen, unter anderem auch meine beste Hundefreundin
Mandy. Mit ihr durfte ich das erste mal schon nach einer Woche bei der
neuen Familie ohne Leine laufen, und mein Frauchen war ganz stolz als
ich direkt zu ihr lief als sie pfiff. Das war ein super Gefühl. Sogar
an Weihnachte bekam ich von dem kleinen Mädchen Angelina auch ein
Geschenkt. Ich freute mich total.
An
Sylvester war alles ganz schlimm für mich. Es war so laut und alles
bollerte. Da ich soviel Angst hatte machte ich aus versehen in die
Wohnung. Doch mein Frauchen war nicht sauer, sondern nahm mich in den
Arm und hielt mich ganz doll fest. Sie gab mir ein Gefühl von
Sicherheit. Seit Januar 2004 besuche ich die Hundeschule. Dort lerne ich
eine Menge Hunde kennen. Es macht Spaß mit ihnen zu toben und zu
laufen. Um so schwerer ist es dann mich zu konzentrieren, denn man
könnte so viele andere lustige Sachen machen. Trotz allem bemühe ich
mich Sitz, Platz, Bleib, Komm und Fuß zu machen. Manchmal raube ich
meinem Frauchen doch den letzten Nerv, aber ich entschuldigte mich dann
auch bei ihr. Ich bin halt noch ein junger Hund, der doch Spaß haben möchte.
Auch dafür hat mein Frauchen Verständnis.
Mittlerweile
bin ich schon drei Monate bei meiner Familie, und ich habe sie alle
sieben ganz doll lieb: die Mama, den Papa, den Alexander, die Angelina,
mein Frauchen Tamara, die kleine süße Ratte und den ollen Vogel, der
im Käfig immer seine Faxen macht und mich ab und zu echt verwundert.
Ich gebe zu, dass ich nicht immer der beste und gehorsamste Hund bin, doch
ich bin noch jung und ziemlich verspielt. Aufgedreht bin ich auch oft,
aber ich lerne immer mehr mich zu beherrschen, und das alles nur, weil
meine Familie so ruhig und verständnisvoll ist und immer noch an mich
glaubt. Ich liebe sie. Sie nehmen mich wie ich bin und haben mich lieben
gelernt. Auf diese Familie habe ich gewartet. Gerne möchte ich mit
ihnen alt werden und sie nie wieder missen müssen. Ich hoffe wir
bleiben so Happy wie wir sind.