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09.06.04
- Hitzetod
– Deutscher
Tierschutzbund appelliert an Tierhalter
Nachdem
die ersten richtig warmen Tage einen Vorgeschmack auf den Sommer gegeben
haben, gibt der Deutsche Tierschutzbund Tipps für alle
Heimtierbesitzer, wie ihre Lieblinge die Hitze gut überstehen. Denn
nach wie vor sterben Jahr für Jahr Tiere, weil ihre Halter nicht
bedenken, dass auch Hunde, Katzen, Kaninchen und Co. unter der Hitze
leiden. Insbesondere das Auto kann für Tiere zur tödlichen Falle
werden: Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufprobleme und
Kreislaufversagen führen im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres. Der
Deutsche Tierschutzbund appelliert daher an alle Tierhalter
entsprechende Vorkehrungen zu treffen, um ihre Tiere vor den Folgen der
Hitze zu schützen. „Passanten, die ein Tier entdecken, das in einem
in der prallen Hitze stehenden Auto zurückgelassen wurde, sollten keine
Hemmungen, haben die Polizei zu verständigen“, appelliert Wolfgang
Apel
,
Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Gerade
bei steigenden Temperaturen sollten Tierhalter ihre Gefährten besonders
genau beobachten, um eventuelle Veränderungen im Verhalten direkt
festzustellen und entsprechend schnell reagieren zu können. Außerdem
muss immer ausreichend Wasser zur Verfügung stehen. Mineralwasser mit
Kohlensäure eignet sich jedoch nicht als Trinkwasser für Tiere. Ideal
ist es, wenn die Mitbewohner auf vier Pfoten sich selbst ein Plätzchen
in der Wohnung suchen können, an dem die ihnen genehmen Temperaturen
herrschen.
Bei
allen Tieren, die im Käfig leben und der Sonne nicht ausweichen können,
muss der Halter entsprechende Vorsorge treffen. Wichtig ist, dass der Käfig
nie in der prallen Sonne steht. Wer morgens aus dem Haus geht, sollte
bedenken, dass sich der Sonnenstand im Laufe des Tages ändert: Wo
morgens noch kühler Schatten ist, herrscht nachmittags womöglich glühende
Hitze. Ein frischer Wind bringt zwar ein wenig Abkühlung, doch sollten
Käfige niemals im Durchzug stehen. Auch das Wasser im Aquarium kann
sich für die Insassen lebensbedrohlich aufheizen. Notfalls sollten
Aquarianer kaltes Wasser nachfüllen um das Schlimmste zu verhindern.
Für
Hundehalter gilt, dass der Spaziergang bevorzugt in die Morgen- und
Abendstunden verlegt werden sollte, wenn die Temperaturen gemäßigter
sind. Andernfalls können – gerade bei älteren Tieren –
Kreislaufprobleme auftreten. Niemals sollten Tiere im Auto zurückgelassen
werden, auch dann nicht, wenn der Wagen im Schatten steht. Denn zum
einen kann sich der Sonnenstand verändern und der Wagen binnen kurzer
Zeit der prallen Sonne ausgesetzt sein, und zum anderen kann sich ein
Wagen auch im Schatten so erwärmen, dass das Tier leidet und ernsthafte
gesundheitliche Probleme bekommt. Auch das offene Schiebedach und das
einen Spalt breit geöffnete Fenster helfen hier nicht.
Pferde
und Rinder auf de Weide sollten ebenfalls immer die Möglichkeit haben,
sich in den Schatten zurückzuziehen. Auch hier gilt, dass immer
ausreichend Wasser in der Tränke sein muss. Ein Ausritt in den kühleren
Morgen- und Abendstunden ist für Mensch und Tier angenehmer als zu den
wärmeren Tageszeiten. Und dass man dem Tier keine übermäßige
Anstrengung durch eine „wilde Jagd“ zumutet, sollte eigentlich eine
Selbstverständlichkeit sein.
[Quelle:
Deutscher Tierschutzbund |
Pressemeldungen Juni
2004: http://www.tierschutzbund.de/00447.html] |